Wanderwoche in Erlenbach

Wanderwoche in Erlenbach am Main vom 02.06. – 07.06.2019
Organisation: Elmar Thiele

Sonntag 02.06.

Zwölf erwartungsvolle DAV-Senioren trafen sich gegen 07.45 Uhr am Hauptbahnhof in Nürnberg am Bahnsteig 12.
Der Zug fuhr pünktlich (wie zu erwarten) um 08.05 Uhr Richtung Würzburg ab. Hier stiegen wir in den Zug nach Aschaffenburg um.
Dank einer großzügig bemessenen Umsteigezeit in Aschaffenburg war noch Zeit für einen Cappuccino, Kaffee oder Eis.
Um 11.41 Uhr erreichten wir Erlenbach. Mit Koffer, Taschen und Rucksäcken ging es gut einen Kilometer bei unbarmherziger Sonne bergauf zum Hotel Tannenhof, unserem Quartier für die nächsten Tage.
Nach Bezug der Zimmer ein kleiner Spaziergang zur nahe gelegenen Pizzeria. Das Essen und Trinken dort war gut. Anschließend gab es noch eine Runde Minigolf auf dem nahe gelegenen Platz. Es war keine meisterliche Partie, schon eher eine Lachnummer, aber mit viel Spaß.
Danach gab es noch ausreichend Zeit zur freien Verfügung, z.B. für das Freibad oder sonstige individuelle Tätigkeiten.
Abends ging es gemeinsam in die „Traube“ zur Häckerbrotzeit und gutem Wein. Und schließlich zum Abschluss noch der Abendspaziergang zum Hotel. Alle waren doch recht müde und wollten ausschlafen für die Taten des nächsten Tages.

Das Quartier
In der Pizzeria
Figuren
Unsere Unterkunft in Erlenbach
In der Pizzeria
Figuren am St.Maurice Platz

Montag 03.06.

Um 08.00 Uhr Frühstück, 09.30 Uhr Abmarsch auf dem Fränkischen Rotweinwanderweg nach Schippach-Rück. Es ging meist durch Wald, was sehr gut war, denn die Sonne schien bereits kräftig und warm.
Auch am ersten Etappenziel meinte es die Sonne wieder recht gut mit uns. Im Dorfladen von Rück war dann Mittagspause angesagt, mit LKW (LeberKäsWeggla) und kühlen Getränken. Anschließend gingen wir gestärkt den Rückweg an. Den gleichen Weg zurück wollten wir nicht gehen. Deshalb gingen wir – ein wenig unfreiwillig – quer durch den Wald (Hänsel und Gretel verliefen…), zwischen Acker und Waldrand tappten wir auch noch in eine Wildfotofalle, der Förster bzw. Wildhüter wird uns vermutlich bereits suchen lassen. Kurze Zeit später sind wir doch wieder auf den richtigen Weg gekommen.
In der Ferne donnerte es, was unsere Schritte schneller machte. Wir hatten es noch vor dem Regen ins Hotel geschafft. Der Regen war jedoch schnell vorbei und wir gelangten später trocken in das Gasthaus „Zum Ross“ zum Abendessen und einem frisch gezapften Pils. So endete der Tag wieder sehr angenehm.

Im Wald
Vor dem Dorfladen
Gasthaus zum Ross
Im Wald auf dem Weg nach Schippach
Vor dem Dorfladen
Im Gasthaus „Zum Ross“

Dienstag 04.06.

Nach einem guten Frühstück ging es zum Bahnhof und mit dem Zug weiter nach Miltenberg. Vom Bahnhof wanderten wir aufwärts Richtung Kloster Engelberg . Es ging angenehm durch den Wald immer leicht bergauf, nur unterbrochen durch eine „-Trinkpause-“.
Mit dem Mittagsläuten erreichten wir die Klosterschänke. Gute Brotzeit und ein „Seidlä“ Klosterbier später waren wir wieder gestärkt.
Auch das geistige Wohl kam nicht zu kurz: in der Klosterkirche sangen wir „Lobe den Herrn“ und danach im Franziskusgärtchen noch „Großer Gott wir loben dich“.
Danach ging es hinab nach Großheubach, wo wir ganz „zufällig“ bei einer Häckerwirtschaft vorbei kamen, dort kehrten wir ein. Bei sehr gutem Wein gab unser Troubadour einige schöne Lieder zum Besten und so vergingen 2 Stunden wie im Flug. Nach dem Bezahlen (mussten auch wir), ging es schließlich zur Bushaltestelle und mit dem Bus nach Erlenbach zurück.
Im Hotelgarten haben wir bei Bier, Wein oder auch Wasser und kleinen Snacks den Tag mit Witzen, Anekdoten und Gesang harmonisch ausklingen lassen. Es war schon fast 23.00 Uhr bis wir zum Matratzenhorchdienst gingen, um ausgeschlafen zu sein für neue Taten am nächsten Tag.

Klosterweg
Grossheubach
Wanderheim Klingenberg
Auf dem Weg zum Kloster
In der Häckerwirtschaft in Großheubach
Vor dem Wanderheim in Klingenberg

Mittwoch 05.06.

Frühstück wie üblich und dann Abmarsch auf dem Rotweinwanderweg nach Klingenberg. Es ging sehr gemütlich (kommod) durch die Hochenberger Weinberge. Es gab viel Neues zu sehen, was zwei Jahre zuvor noch gar nicht vorhanden war. Hinunter zur Seltenbachschlucht und auf der anderen Seite den Steig hinauf zur Klingenburg. Von hier auf dem Esskastanienlehrpfad hinauf zum Turm und zum Wanderheim.
Der Wirt hatte extra für uns geöffnet. Das Essen war sehr gut, ob Blut- und Leberwurst, Leberkäs oder Hackbraten, es schmeckte vorzüglich.
So waren wir gestärkt für den Abstieg über viele Stufen hinunter nach Klingenberg.
Dort erwartete uns eine Eisdiele bei 31°C im Schatten gerade rechtzeitig. Danach waren nur noch drei Senioren bereit nach Erlenbach zurück zu laufen, die anderen nahmen lieber den Bus, das war weniger schweißtreibend.
Im Hotel duschen, kurz erholen und schon ging es zum Weinbau „Zöller“, eine Häckerwirtschaft in der Nähe des Hotels zu Brotzeit und Wein: „An hom mer scho, zwa dring mer nu…“ und ein Weinlied von unserem Karlheinz hat auch anderen Gästen gefallen (oder vielleicht auch nicht). Beschwingt gingen wir zurück zum Hotel, mindestens einer kannte den Weg noch. Der Schlaf war ausgezeichnet nach dem Schlummertrunk.

Donnerstag 06.06.

Nach dem Frühstück ging es zum Bahnhof und mit dem Zug nach Miltenberg. Es war merklich kühler geworden, (statt 30° nur noch 15°C), ein kurzer Weg zum Schiffsanleger, wo das Schiff schon auf uns wartete. Wir gingen an Bord zu einer einstündigen Rundfahrt. Bei dem kühlen Wetter lockte das Sonnendeck weniger (außer unseren Friedel), aber man sah auch durch die Verglasung im Unterdeck sehr gut.
Gegen 12.00 Uhr gingen wir wieder von Bord, zielstrebig Richtung Ortsmitte zum Gasthaus „Kaltlochbräu“ zur Einkehr für die Hungrigen und Durstigen. Dies war die Mehrzahl, nur einige wenige gingen weiter. Der anschließende Bummel durch die schöne Altstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern und kleinen Gassen war sehenswert. Miltenberg ist bestimmt noch einmal eine Reise wert.

H.W. in Erlenbach
Schiffsrundfahrt
Erlenbachchefin
In der Häckerwirtschaft in Erlenbach
Rundfahrt mit dem Schiff
In der Häckerwirtschaft in Erlenbach mit Chefin

Mit dem Zug ging es zurück nach Erlenbach. Nach einer Ruhepause im Hotel ging es weiter in die Häckerwirtschaft beim „Weinbau Zöller“. Unsere Plätze waren zwar unter Dach, es war aber trotzdem sehr frisch. Der Winzer hatte Mitleid mit uns und bat uns ins frühere Wohnzimmer der Eltern, dort war es doch viel gemütlicher als draußen.
Wie nicht anders zu erwarten, gab unser Troubadour einige Weinlieder zum Besten. Der Winzer spendierte von seinem selbstgemachten Likör aus Spätburgundertrauben, Kirschen und… (mehr hat er nicht verraten). Gemeinsam mit dem Winzer und seiner sehr netten Ehefrau haben wir dann mit dem guten Tropfen angestoßen. Es war so toll, dass das Heimgehen schwer fiel, der letzte Abend war nochmals ein absoluter Höhepunkt. Wir fanden den Weg ins Hotel, wo wir schließlich friedlich schlummerten.

Freitag 07.06.

Nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen, schöne Tage lagen hinter uns. Den Weg zum Bahnhof gingen wir ein letztes Mal und fuhren um 10.17 Uhr nach Aschaffenburg, wo wir in den Zug nach Würzburg umstiegen.
Für ein wenig Abwechslung sorgte die Durchsage „Fahrleitungsschaden“. In Karlstadt hieß es dann: „Alles aussteigen und mit dem Schienenersatzverkehr (sprich Busse) nach Würzburg weiter fahren!“
Die ersten Busse waren weg und es standen noch viele Leute da. Da kam ein Bahnmitarbeiter auf uns zu und sagte, wir könnten wieder in den Zug einsteigen, es gehe weiter. Wir wurden erst einmal rangiert, dann fuhr der nächste Zug schon ein. Also wieder erneut aussteigen und in diesen sehr vollen Zug am Bahnsteig gegenüber einsteigen. In Würzburg umsteigen in den Zug nach Nürnberg, da war es natürlich auch richtig voll. So konnten wir am letzten Tag noch mal das Leben in vollen Zügen genießen.
Es waren schöne Tage, Dank an alle die dabei waren – Euer Elmar